"Es ist die Summe der einzelnen Schritte, die dich an dein Ziel bringt."

10.06.2021

Wie die schleichende „Fett-Bombe“ dein Gehirn zerstört

Zugegeben, die Überschrift ist etwas radikal, aber leider sind es ja gerade diese Art von Überschriften, die die Synapsen unseres neumodischen Gehirns zum Feuern bringen. Und hiermit wären wir sogar schon direkt drin in einer wirklich toxischen Situation: Feuer und ein Gehirn, das aus vielen reaktionsfreudigen, ungesättigten Fettsäuren besteht. In einem Hollywood-Film macht sowas gerne mal laut puff. Aber wir sind zum Glück nicht in der Fiktion und das laute Puff kommt nur leise und subtil.

Worum es heute geht? Es geht um eine bestimmte „Baustoffgruppe“ in unserem Körper. Und zwar das Fett. Fett ist für uns nämlich nicht nur lästiges Speichermaterial, das unsere Bikini- oder Badehosenfigur beeinträchtigt, sondern auch lebensnotwendige Bausubstanz. 
Alle unsere Zellen benötigen Fett, um ihre Zellwände aufzubauen. Ein ganz wichtiger Abnehmer von Fett, zwecks Aufbaus, ist unser Gehirn. Es besteht in Trockenmasse zu 60 % aus Fett bzw. zu 30 % aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Das sind jene, die durch eine hohe Reaktionsfreudigkeit glänzen. Du weißt schon, puff. 

Aus diesem Grund benötigt das Gehirn viele Antioxidantien, die unsere kostbare Gehirnsubstanz vor jenen Reaktionen schützen. Diese destruktiven Reaktionen sind chemisch gesehen nichts anderes als Oxidationsprozesse. Daher helfen auch Antioxidantien. Diese schmeißen sich, bildlich gesprochen, vor unsere eigenen Zellbestandteile und lassen sich oxidieren. Dadurch bleiben unsere Strukturen unversehrt.

Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren kennst du unter dem Namen Omega 3 oder Omega 6 Säuren. Die meisten Menschen assoziieren bereits mit Omega 6 Fettsäuren, ungesättigten Fettsäuren oder Pflanzenölen etwas Gesundes und Gutes. Die Lobbyarbeit der Pflanzenölproduzenten sei Dank. Aber dies ist nur ein Beispiel von vielen, wie uns „gute“ und authentische Medienarbeit beeinflusst.

Wir und unser Gehirn unterliegen einem kontinuierlichen Erneuerungsprozess. Das heißt wir bauen „uns“ permanent ab und auf. Und das tun wir in der Regel so lange, wie die „Kopien“ unserer DNA bei diesen Prozessen noch einigermaßen korrekt sind. Im Alterungsprozess werden dann diese Kopien immer schlechter und dann ist unser „Bauplan“ nicht mehr richtig lesbar und es passieren Fehler, die dann irgendwann nicht mehr mit dem Leben zu vereinbaren ist. (Einfach erklärt.) Dies kann sich z.B. in Krebserkrankungen zeigen. 

Ein Faktor, der diese Abschriften und Kopien der DNA in Mitleidenschaft zieht, sind freie Radikale. Und diese entstehen auch durch oxidativen Stress. „Oxidativen Stress haben“ hast du sicher schon einmal gehört, aber wahrscheinlich ist dir nicht klar, dass genau dieser oxidative Stress in jeder Sekunde millionfach in deinem Körper abläuft. Einfach auf Grund der Tatsache, dass du atmest, und davon gehe ich jetzt einfach mal aus. Sauerstoff ist einer von vielen Faktoren, die oxidierend wirken. Eine Oxidation, die wir alle kennen, ist das Rosten von Metallen. Auch das Braunwerden von Obst unterliegt einem solchen Prozess. Oder eben die Explosion einer Bombe.

Was passiert im Genauen? Ein reaktionsfreudiges Molekül klaut einem anderen ein Elektron, damit es „satt“ wird. Daraufhin fehlt dem anderen ein Elektron und wird seinerseits zum „Räuber“ und Zerstörer. Dies setzt sich wie ein Dominoeffekt durch deine Zellen fort und „oxidiert“ im schlimmsten Fall deine Zellkerne, inklusive deines Bauplanes. 

Du hast dies vielleicht auch schon mal unter dem Begriff Zellalterung gehört. Rauchen, schlechte Ernährung, Stress, intensiver Sport, Feinstaub und viele andere Umwelteinflüsse triggern diesen Prozess. Vor allem auch Nanopartikel machen unseren Zellen in diesem Zusammenhang Schwierigkeiten, da sie im wahrsten Sinne des Wortes so „unfassbar“ klein sind, dass unser Körper sie nicht packen und entsorgen kann. Nanopartikel findest du unter anderem in Feinstaub, Tonerstaub und neuerdings auch in mRNA-Impfstoffen. Ergo bleiben diese Partikel in unserem Körper und haben Einfluss auf die Qualität unserer Abschriften (DNA-Replikationen – Zellerneuerung), die permanent ablaufen.

Ungesättigte Fettsäuren sind ebenfalls Trigger dieser zerstörenden Abläufe. Und gerade dort, wo besonders viele dieser Fettsäuren verbaut sind, ist die Gefahr einer solchen Entwicklung groß. Unser Gehirn ist daher besonders gefährdet. 

Bei einer natürlichen Ernährung stellt sich diese Problemstellung erst gar nicht, da die Natur von Haus aus immer Antioxidantien in Form von sekundären Pflanzeninhaltsstoffen und Mikronährstoffen mitliefert. 

Das heißt wir bekommen gesunde, ungesättigte Fettsäuren und schützende Antioxidantien in Kombination serviert. Perfekt. Das Problem stellt sich somit erst, wenn wir anfangen „Kunstfutter“ zu konsumieren. Und das tun wir leider größtenteils. Besonders problematisch sind hier Sonnenblumenöle und andere Omega 6 reiche Öle. Aber auch Omega 3 Öle sind gleichermaßen reaktionsfreudig und die Herstellung diverser Öle ist immer mit einem minimalen Wärme- und Oxidationsprozess verbunden.

Rapsöl und Sonnenblumenöl bitte niemals zum Braten verwenden, da hier besonders reaktionsfreudige und schädigende Produkte entstehen. (Zum Braten gerne Kokosöl, Butter, Ghee und eventuell Olivenöl verwenden)

Ist dann die Ernährung zusätzlich arm an Pflanzlichem, fehlen die Antioxidantien, um die freien Radikalen abzufangen. 
Unser Körper altert schneller und unser Gehirn im Besonderen wird Stück für Stück zerstört. Je mehr Omega 6 dabei ist, desto höher ist auch der Entzündungsprozess, der hier noch weiteres Unheil verbreitet.

Und es geht hierbei um nichts Geringeres als unser Gehirn! Unsere Steuerungszentrale! Der Ort, an dem deine Realität, deine Gefühle und dein physisches Sein entsteht!

Frage dich selbst: wie gut ist deine Konzentration, deine Aufmerksamkeit, deine Ideen, deine kognitiven Fähigkeiten, deine Stimmung (denn auch die ist abhängig von einem ausgeglichenen Angebot an Botenstoffen und gesunden Synapsen) und wie oft leidest du unter Migräne oder Kopfschmerzen?

Und nun frage dich wie viel Aufmerksamkeit du bisher auf die Zusammensetzung und Qualität deiner ungesättigten Fettsäuren und Antioxidantien gelegt hast.

Leider kann unser Körper ein fehlerhaftes Verhalten lange Zeit kompensieren und etwaige Symptome und Erkrankungen, die auf dieser Grundlage entstehen, werden nicht in Zusammenhang mit der schlechten Nährstoffzufuhr gebracht.

„Das kann nicht am Essen liegen, denn ich esse schon seit Jahrzehnten so.“

Doch, denn irgendwann ist das Fass übergelaufen.

Damit dein Fass niemals überläuft, solltest du auf eine möglichst natürliche Aufnahme von guten Fetten und eine vitamin- und mikronährstoffreiche Kost, sowie reichlich sekundäre Pflanzeninhaltststoffe achten.

Heißt: Salat, Gemüse, Rohkost, Kräuter, Obst (vor allem Beeren sind reich an Antioxidantien), Nüsse, Saaten, Wildlachs, Fleisch- und andere Tierprodukte, sowie Vollkorngetreideprodukte in Maßen und alles in Bioqualität.

Vielen Dank für deine Zeit und lass es dir schmecken.

Deine Marion

Admin - 12:08 @ Ernährung, Mikronährstoffe | Kommentar hinzufügen